Pokal #2

4. Juni 2007

Motivation pur beim letzten Live-Turnier vor Las Vegas!

Gestern war ich wieder ‘mal zum Live-Poker-Turnier bei der Pokerwelle in den Borsighallen in Berlin-Tegel. … Übrigens ein DICKES LOB an die Veranstalter für diese wirklich gelungenen Pokerveranstaltungen! … Beim Qualifikations-Turnier mit 38 Mitspielern habe ich gleich mit der ersten Hand (BB) ein Drittel meines Stacks verloren. Aber ich war zufrieden, denn von ein paar Wochen hätte ich sicher so gepielt, dass ich irgendwann All-In und damit ausgeschieden wäre. Diesmal konnte ich mich dann in der Folge so langsam wieder gesund spielen und habe es dann nach am Final Table unter die ersten 8 geschafft, womit ich mich für das Abend-Final-Turnier qualifizieren konnte.

Beim Finale gab es dann 48 Teilnehmer. Diesmal bin ich mit der Strategie angetreten: “Ich will an den Final-Table”. Als wir nur noch 14 Spieler waren, hatte ich einen etwas überdurchschnittlichen Chipstapel. Meinem Ziel folgend habe ich dann schweren Herzens auch diverse gute Blätter weggeworfen: AK, AK, AB, BB, 99, 88, 66. Hier hat sich mein Pokerseminar vom Januar ausgezahlt. Dank an Henry St. Llamar. Ich weis, mit den Blättern hätte ich meinen Stack auch ordentlich aufstocken können, aber ich wollte um keinen Preis den Final-Table verpassen, denn verlieren kann man auch mit guten Blättern. Schließlich habe ich es dann unter die besten 10 geschafft. Am vorhergehenden Tisch war ich bei gestiegenen Blinds gerade in den Blinds und musste am Finaltisch dann leider gleich wieder in die Blinds. Als Folge eines Zwangs-All-Ins im Big Blind hatte ich nur 42 zu bieten und ein Mitspieler war mit K4 dabei. Ich treffe die 2, der Mitspieler den König und ich muss mich mit dem Pokal für den 9. Platz verabschieden. Eigentlich schade, aber ich habe mein Ziel erreicht und 2 wichtige Trainingseinheiten absolviert:

1. Nach bitterem Verlust im ersten Spiel als Small-Stack wieder zurück zu kommen.

2. Auch wenn’s schwer fällt, gute Karten folden und die Spielweise diszipliniert dem Ziel unterzuordnen.

50 x 4

28. Mai 2007

In den letzten Wochen habe ich nur ab und zu mal Online einen Turniertisch gespielt - ich will mich mit der Pokerei auch nicht verrückt machen. Langsam steigere ich mein “Spielgeld”-Konto. Aus den 50 Euro bei Everest sind inzwischen 200 geworden. Das sind zwar keine Reichtümer, aber ich habe ja auch nicht das Ziel zum Rund-um-die-Uhr Pokerzocker zu werden.

Es geht doch!

28. April 2007

Das Tal ist durchschritten! Nach zweiwöchiger Durststrecke bin ich gestern und heute an insgesamt 4 Turniertischen immer ins Geld gekommen - 2 x Erster, 1 x Zweiter, 1 x Dritter. In Pokerbüchern wird ja häufig darauf hingewiesen, dass jeder Spieler - auch jeder Profi - immer ‘mal Phasen hat, in denen er an seinen Fähigkeiten zweifelt. Diese Selbstzweifel hatten mich in den letzen Tagen auch gequält, aber besser jetzt, als im Juni ;-)

Ich hab’s verlernt

22. April 2007

Was ist nur los? Vor einer Woche hatte ich meinen großen Erfolg in Nürnberg, und nun verliere ich beim Online-Pokern täglich Geld. Zwar nur jeden Tag zwischen 1 und 18 Euro, aber es geht nichts mehr. Hat sich mein Spiel nach dem Erfolg verändert? Muss ich wieder anders spielen? Wie habe ich vorher (erfolgreich) gespielt? Ich probiers ‘mal aggressiver, ‘mal passiver, ‘mal Lose, ‘mal tight - NICHTS GEHT :-(

Oh je, das lässt Böses für Las Vegas erwarten …

Verzweiflung macht sich breit.

Über Nürnberg nach Las Vegas

14. April 2007

Jippieh!!! Ich fliege nach Las Vegas .. ich schwebe auf Wolke 7 …

 

204 Spieler hatten sich für das Finale der “1. Merkur-Spielothek Internationale Deutsche Meisterschaft” in Nürnberg qualifiziert. Auf die besten 10 warteten Flugtickets nach Las Vegas mit jeweils einem Buy-In von 1.500 $ für ein Event der “World Series Of Poker” - für den Ersten sogar ein 10.000 $ Buy-In für das Main Event.

 

Die ersten Karten wurden um 10 Uhr morgens ausgeteil, der Sieger war um 21:30 Uhr ermittelt und ich habe um ca. 20:30 als Siebenter den Finaltisch verlassen.

Platz Name Stadt

Bundesland

1. Platz Timo Gerach Landau Rheinland Pfalz
2. Platz Klaus Binder Stuttgart BW
3. Platz Michel Grubert Filderstadt BW
4. Platz Andreas Görner Mülheim NRW
5. Platz Nils Gimpel-Henning Tengern Niedersachsen
6. Platz Christian Born Neustadt an der Weinstrasse BW
7. Platz Manfred Franz Berlin Berlin
8. Platz Sven Jacob Plauen Sachsen
9. Platz Torsten Kralemann Bielefeld NRW
10. Platz Wolfgang Wurzer Wörth Bei Erding Bayern

Nürnberg bringt mir Glück! Ich liebe diese Stadt!

Dan Harrington

3. April 2007

So, jetzt kommt harte Arbeit. Pokern hat zwar auch etwas mit Glück zu tun, aber ich will nun dem Zufall an den Kragen! Aus diesem Grund habe ich mir bei Amazon die 3 Standardwerke “Harrington on Holdem I, II, III” von Dan Hrrington bestellt und diese sind heute eingetroffen. Jetzt heißt es lesen, lesen und studieren. Das wird meine Oster-Beschäftigung.

Mein erster Pokal

31. März 2007

Gestern habe ich meinen ersten Poker-Pokal gewonnen - und das war nicht das Einzige! Zusätzlich darf ich am 14. April am Deutschlandfinale in Nürnberg teilnehmen, bei dem um 10 Tickets nach Las Vegas zur “World Series Of Poker” gespielt wird. Eine Wahnsinns-Chance … und das mit bisher nur 3 Monaten Pokererfahrung. 

 

Die Berliner Qualifikation zur “1. Merkur-Spielothek Internationale Deutsche Meisterschaft 2007″ fand in der Merkur-Spielothek am Kurfürstendamm statt. Dort waren 10 Pokertische aufgestellt. Es wurden immer Einzelturniertische mit 11 Teilnehmern gespielt. Jeweils der Erste durfte beim Abendfinale mitmachen. Um 13 Uhr spielte ich meinen ersten Turniertisch mit wenig Erfolg. Meine Herzdame stieß am Nachmittag ebenfalls dazu. Wir spielten abwechseln. Nach einem weiteren Misserfolg wollte ich schon aufgeben, aber schließlich startete ich noch einen Versuch und schaffte die Qualifikation für’s Abendfinale. Beim letzten Turnier hat auch meine Liebste die Qualifikation geschafft. Das Finale sollte um 22:00 Uhr beginnen. Dann ist es aber doch fast Mitternacht geworden.

63 Final-Spieler kämpften nun um 10 Nürnberg-Tickets. Kurzfristig saßen im Turnierverlauf meine Herzdame und ich auch an einem Tisch. Dann verloren wir uns aus den Augen. Als nur noch 20 Teilnehmer im Spiel waren, zählte meine Herzdame leider nicht mehr dazu. Nun begann das Belauern, Zittern und Bangen. Keiner wollte frühzeitig aussteigen. Doch nach und nach musste sich der eine oder andere verabschieden. Jeder lauschte darauf, was am anderen Tisch passierte. Es ist üblich, dass ein Ausgeschiedener mit Beifall verabschiedet wird. Zusätzlich ruft der Dealer dann “Seat open”. Wieder ein Konkurrent weniger. Nur noch 11 Spieler - einer muss noch gehen. Dann Applaus vom Nebentisch. SEAT OPEN. Großer Jubel an meinem Tisch. Die Spieler umarmen  und gratulieren sich gegenseitig. Kurze Pause und es geht an den Finaltisch. Es geht nur noch um die Platzierung. Alle sind schon jetzt zufrieden. Insgesamt haben sich bis zu 400 Spielern an diesem Turnier beteiligt. Und hier saßen nun die 10 Glücklichen. Die Platzierung war mir nun eigentlich egal. Der 4 Platz ist es geworden. Die Pokale der ersten 3 sind zwar größer als meine … aber was soll’s. Um Halbdrei Uhr morgens mache ich mich auf den Heimweg.

Am

Pocket-Rockets (AA)

25. Februar 2007

Gestern haben wir erstmals an einem Live-Poker-Turnier der GPPA (German Poker Players Association) ind der Brotfabrik am Cagliariplatz teilgenommen.

Ich war aufgeregt, als zum ersten Spiel die Karten ausgeteilt wurden. Ich schaute mir mein Blatt an und war erschrocken - As-As! Rechts von mir der Big-Blind. Ich war der erste an diesem Turniertisch, der eine Entscheidung treffen musste. Natürlich habe ich geraist - vierfacher Bigblind. Fold-fold-fold … alle folden? Nein, der Small-Blind macht ein Reraise auf 1000 … ich gehe mit (call). Der Flop (die ersten 3 offenen Karten) sehen wenig gefährlich aus: D-8-3. Der Small-Blind wettet, ich erhöhe, der Smallblind geht All-In. Ich gehe wieder mit. Mein Gegenüber deckt D-7 auf - ich liege vorne. Als Turn wird ein Bube aufgedeckt und dann kommt im River eine weiter Dame. Bad Beat! 3 Damen gewinnen, und nach nur einer Hand bin ich ausgeschieden. Nur eine einzige Hand! Mein Gegenüber zuckte die Schultern, drückte mir die Hand und sagte “Ich habe Dir nicht geglaubt, dass Du was hohes in der Hand hast. Deshalb habe ich überhaupt mitgespielt.” Eine bittere Erfahrung.

Irgendwann am Abend wurde ich müde. Außerdem hatten wir nicht mehr genug Geld im Portmonee. Meine Herzdame überzeugte mich, dass wir doch noch einen Versuch starten könnten, also gingen wir zum Geldautomaten um die Ecke.

Was soll ich sagen, das war eine gute Entscheidung. Ich gewann meinen Tisch und zog ins Finale ein. Hier spielten dann etwa 40 Finalisten um 6 Sachpreise und Pokale. Ich hab’s bis zum Final Table geschafft … und das an meinem ersten “offizielle” Pokertag und nach der großen Pleite mit meinen Pocket-Rocket (AA) in der allersten Hand. Leider bin ich als Achter ausgeschieden und habe meinen ersten Pokal verpasst. Trotzdem ein Super-Tag!

50 € Startkapital

19. Februar 2007

Nachdem mein Spielgeldkonto wächst und wächst, ist es an der Zeit um echtes Geld zu Spielen. Also habe ich heute 50 $ auf mein Everest-Konto überwiesen. Das soll mein Startkapital für die nächsten Monate sein. Ich habe den strikten Vorsatz, in diesem Jahr höchsten einmalig 50 $ nachzuladen. Vorerst werde ich nur 10er-Tische mit 1$ Buy-In spielen. Maximal kann ich bei einem Turnier also 1$ verlieren und 5$ gewinnen. Das ist überschaubar.

Meine Bankroll-Strategie: Wenn ich weniger als 30$ habe, spiele ich die nächstniedrigere Stufe. Wenn ich mehr als 100$ habe, dann gehe ich an 2,50$-Tische, ab 150$ an 5$-Tische und ab 200$ an 10$-Dollar-Tische. Sollte ich zurückfallen, spiele ich eben wieder die ein Level tiefer. Mein Ziel ist es, alle 2 Monate eine Stufe höher zu klettern.

Dali-Ausstellung

3. Februar 2007

 

Wer kennt sie nicht, die manchmal gelangweilten und manchmal als Ordnungshüter agierenden Museumswächter. Nun hat es mich auch ereilt, und ich durfte für 10 Stunden in diese Rolle schlüpfen. Als freiwilliger Einsatz ist dies mein Beitrag für einen Guten Zweck. Eine Carity-Organisation, bei der ich mich engagiere, ist Mitveranstalter einer mehrmonatigen Dali-Ausstellung in Berlin.

Einige meiner Freunde, die den gleichen Job bereits gemacht hatten, haben mir den Hinweis gegeben: “Nimm Dir ein Buch mit”.  Also bin ich vor dem Museumsdienst noch zu Hugendubel und habe mir mein erstes Pokerbuch gekauft. Um 22 Uhr war ich auch schon fertig damit. Viele gute Tipps und Statistiken, die ich gelesen habe, sollten sich positiv auf mein Spiel auswirken können.